INTERVIEW AG Pädiatrische Radiologie

Zwischen Neuroradiologie und muskuloskelettaler Radiologie

Die „Kinderradiologische Fortbildung 2020“ der AG Pädiatrische Radiologie in der Deutschen Röntgengesellschaft widmet sich der Kopf- und Hals-Region und behandelt das Spektrum von Embryologie und Infektiologie bis zur Onkologie. Im Interview berichten die Stuttgarter Organisatoren PD Dr. Thekla von Kalle und Dr. Peter Müller Abt warum es sich auf jeden Fall lohnt im kommenden März nach Stuttgart zu kommen und warum die Fortbildung auch für Allgemeinradiologinnen und Radiologen interessant ist.

Ärztliche Direktorin Radiologisches Institut OlgahospitalPD Dr. Thekla von Kalle Ärztliche Direktorin Radiologisches Institut Olgahospital

_„Pädiatrische Radiologie der Kopf- und Hals-Region: Von Embryologie und Infektiologie bis Onkologie“ lautet das Thema der kinderradiologischen Fortbildung 2020. Warum fokussieren Sie sich gerade auf dieses Themengebiet?

Müller-Abt: Die Kopf-Hals-Region ist diagnostisch interessant und immer wieder herausfordernd, gerade weil sich in diesem Grenzgebiet zwischen Neuroradiologie und muskuloskelettaler Radiologie viele lebenswichtige Strukturen auf engstem Raum nebeneinander befinden.

Von Kalle: Dieses Themengebiet ist zudem der erste Teil des von der AG Pädiatrische Radiologie neu zusammengestellten Curriculums, an dem sich die jährlichen Kinderradiologischen Fortbildungen ab 2020 orientieren werden.

Eckpunkte des neuen Formats der Fortbildungsveranstaltung der AG Pädiatrische Radiologie


Angesprochen werden sollen in erster Linie die Kolleginnen und Kollegen der Allgemeinradiologie und alle in der Weiterbildung zum Facharzt Radiologie.

Insgesamt werden 4 wiederkehrende Curricula im jährlichen Wechsel angeboten:

(1) Kopf/Hals, (2) Thorax/Herz und Gefäße, (3) Abdomen, (4) MSK.

Angleichung der Lerninhalte an Level 1 und 2 des ESR European Training Curriculum.
Jährlicher Wechsel des Veranstaltungsortes mit Anbindung an alle Bundesländer.

Ausblick:
Geplant sind eine mögliche Wiederholung der Inhalte auf dem Deutschen Röntgenkongress sowie eine Zertifizierung.

_Wer sollte diese Fortbildung besuchen? Richtet sie sich auch an Allgemeinradiologen?

Von Kalle: Ja, die Themen richten sich natürlich vor allem an Kollegen und Kolleginnen, die Kinder und Jugendliche zu ihren Patienten zählen und mehr erfahren wollen über altersspezifische Diagnosen und Untersuchungsstrategien. Da immer mehr Patienten mit kongenitalen Erkrankungen auch das Erwachsenenalter erreichen, sind einige Vorträge sicher für alle Radiologen interessant.

_Was genau dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Stuttgart erwarten? Wird es nur Vorträge geben oder werden die Teilnehmenden aktiv mit einbezogen?
Leitender Oberarzt Radiologisches Institut OlgahospitalDr. Peter Müller-Abt Leitender Oberarzt Radiologisches Institut Olgahospital
Müller-Abt: Durch einen Mix aus Vorträgen und interaktiven Fallbesprechungen möchten wir erreichen, dass unsere Veranstaltung nicht nur informativ sondern auch kurzweilig wird. Der aktive Einbezug der Teilnehmenden ist dabei ein wesentlicher Punkt und wird die Fortbildung um die persönlichen und praxisnahen Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen mit Sicherheit sehr bereichern. In den Pausen werden wir für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgen, so dass auch diese Zeit für den persönlichen fachlichen Austausch genutzt werden kann.

_Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten an den zwei Fortbildungstagen?

Von Kalle: Auf den gegenseitigen Austausch mit allen Referenten und Teilnehmenden und auf dementsprechend lebhafte Diskussionen.

Bitte vervollständigen Sie in einem Satz!

Die kinderradiologische Fortbildung 2020 in Stuttgart sollte man nicht verpassen, weil…
wir Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland für die fallbezogenen Vorträge gewinnen konnten.

Wenn man schon mal in Stuttgart ist, sollte man…
unbedingt die Große Landesausstellung über die Azteken im Lindenmuseum in der Nähe unseres Veranstaltungsortes besuchen.